Der visuelle Editor
Eine betool-Pipeline ist ein Graph aus Knoten, den Sie im visuellen Editor zusammenstellen. Jeder Knoten deklariert, was er konsumiert und was er produziert; der Editor lehnt inkompatible Verbindungen ab, noch bevor Sie die Pipeline überhaupt ausführen.
Anatomie einer Pipeline
[Start]──▶[agent]──▶[condition]──┬──▶[agent]
└──▶[operator HTTP]
- Der Start-Knoten deklariert, welcher Eingangskanal die Pipeline auslöst.
- Jeder nachgelagerte Knoten erhält den Kontext von den vorgelagerten Knoten (Produzenten-/Konsumenten-Slots).
- Eine Bedingung erzeugt Verzweigungen; alle Zweige produzieren letztlich ein nachvollziehbares Ergebnis.
Kernkonzepte
Slot
Ein Slot ist ein benanntes Datenstück, das zwischen Knoten fließt. Beispiel: Ein Agent-Knoten kann exchange.intent: "refund_request" produzieren, das ein nachgelagerter Condition-Knoten dann konsumiert.
Zwei Familien:
- Produzenten — was ein Knoten ausgibt (
fixed_key,configurable_key). - Konsumenten — was ein Knoten als Eingabe akzeptiert (
selector,selector_list).
Vertrag
Jeder Knotentyp stellt einen Vertrag bereit, der serverseitig deklariert ist. Der Editor liest diesen Vertrag, um nur gültige Verbindungen anzubieten.
Konfiguration
Ein Knoten hat außerdem statische Parameter (seine Konfiguration) — für einen Agent-Knoten zum Beispiel: seine Rolle, seine Mission, seine Werkzeuge und sein LLM-Modell.
Eine Pipeline erstellen
- Designer → Pipelines → Neue Pipeline.
- Die Arbeitsfläche öffnet sich mit einem leeren Start-Knoten. Konfigurieren Sie ihn, um den Eingangskanal auszuwählen.
- Ziehen Sie Knoten aus der linken Palette: agent, operator, condition …
- Verbinden Sie Ausgänge mit Eingängen. Der Editor erlaubt nur kompatible Verknüpfungen.
- Klicken Sie auf einen Knoten, um seine Konfiguration im rechten Panel zu öffnen.
- Testen — der Tab Test führt die Pipeline gegen einen manuell erstellten exchange aus.
- Veröffentlichen — erstellt eine neue Version. Eingehende exchanges werden an die neueste Version geleitet; laufende Ausführungen werden auf ihrer eigenen Version fortgesetzt.
Versionierung
Jede veröffentlichte Änderung erstellt eine neue Version. Sie können:
- Zwei Versionen vergleichen (visuelles Diff).
- Einen vergangenen exchange auf einer neuen Version erneut abspielen.
- Auf eine frühere Version zurückkehren.
Kontinuierliche Validierung
Der Editor führt fortlaufend einen Validator aus:
- Erforderliche, nicht verdrahtete Slots → Warnung am Knoten.
- Unbegrenzte Zyklen → Fehler (Veröffentlichung blockiert).
- Inkompatible Fähigkeiten (z. B. ein Agent, der ein Sprachwerkzeug in einer E-Mail-Pipeline aufruft) → Warnung.
- Fehlende Konfigurationsfelder → Fehler.
Dadurch ist eine erfolgreich veröffentlichte Pipeline garantiert strukturell gültig. Laufzeitfehler stammen ausschließlich aus der Geschäftslogik (ein fehlgeschlagener Drittanbieter-API-Aufruf, ein unerwartetes Analyseergebnis), nicht aus der Komposition.